- 1,2 Millionen Farmen in 42 Ländern sind
Rainforest-Alliance-zertifiziert
- Menge an verkauftem Rainforest-Alliance-zertifiziertem Kakao und
Kaffee wächst zweistellig
- Neue Klimaprojekte verdoppeln Menge an gebundenen
Treibhausgasen
- 41,3 Millionen Hektar Wald in 50 Ländern sind durch
die Rainforest Alliance nach FSC-Standard zertifiziert
Die internationale Umweltschutzorganisation Rainforest Alliance hat ihre Jahresergebnisse für das Jahr 2014 veröffentlicht. Die Bilanz zeigt eine positive Entwicklung und belegt den Erfolg, den die Rainforest Alliance mit ihrem Engagement unter anderem für nachhaltige Land- und Forstwirtschaft sowie für Klimaschutz erzielt.
Zuwachs an zertifizierten Farmen von 21 Prozent
Bis zum Ende des Jahres 2014 stieg die Anzahl Rainforest-Alliance-zertifizierter Farmen auf 1,2 Millionen. Das ist ein Zuwachs von 21 Prozent. Zusammengenommen bewirtschaften sie eine Fläche von 3,5 Millionen Hektar in 42 Ländern. Die durchschnittliche Farmgröße ist mit knapp unter 3 Hektar pro Farm gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken. Das zeigt die Zunahme von Rainforest-Alliance-zertifizierten kleinbäuerlichen Erzeugern.
- 13,6 Prozent des weltweit angebauten Kakaos stammt von
Rainforest-Alliance-zertifizierten Farmen. Das entspricht einer
Erntemenge von 575.000 Tonnen Kakao. Mit 238.000 Tonnen Kakao wuchs
zudem die Menge des von den Farmen als
Rain-forest-Alliance-zertifiziert verkauften Kakaos gegenüber dem
Vorjahr um 14 Prozent.
- 5,4 Prozent des weltweit erzeugten Kaffees wird auf
Rainforest-Alliance-zertifizierten Farmen angebaut. Das
entspricht einer Erntemenge von 457.000 Tonnen Kaffee. Die von den
Farmen als Rainforest-Alliance-zertifiziert verkaufte Menge Kaffee
beträgt 185.000 Tonnen. Gegenüber dem Vorjahr stieg die verkaufte
Menge um 10 Prozent.
- 15,1 Prozent des weltweit produzierten Tees kommt von
Rainforest-Alliance-zertifizierten Farmen. Das entspricht
einer Menge von 808.000 Tonnen und einer Steigerung um 20 Prozent
gegenüber dem Vorjahr.
Mehr Klimaschutz durch weitere Reduzierung von CO2-Emissionen
Im Kampf gegen den Klimawandel leisten 60 Waldkohlenstoff-Projekte, verifiziert oder vali-diert durch die Rainforest Alliance, einen signifikanten Beitrag zu mehr Klimaschutz. Neun neue Projekte in 2014 konnten diese Waldfläche um 57 Prozent auf jetzt 4,3 Millionen Hektar in 25 Ländern erweitern. Mit Waldkohlenstoff-Projekten werden Treibhausgase in Biomasse gebunden und so verhindert, dass sie als klimaschädliche CO2-Emissionen in die Atmosphäre gelangen. Die so eingesparte Menge an emittierten Kohlendioxid (CO2) von 15 Millionen Tonnen entspricht etwa dem jährlichen Ausstoß von 4,4 Millionen Autos. Diese Einsparung ist mehr als eine Verdopplung gegenüber dem Vorjahr.
Die Rainforest Alliance ist Gründungsmitglied der Global Alliance for Climate Smart Agriculture (Globale Allianz für klimasmarte Landwirtschaft), die auf der UN-Vollversamm-lung in New York im September 2014 ins Leben gerufen wurde. In Zusammenarbeit mit Regierungen und Behörden konnten in Mexiko, Kolumbien, Ecuador, Guatemala und Peru REDD+ und weitere Strategien gegen den Klimawandel eingeführt und weiterentwickelt werden. 1.400 Stakeholder aus diesen Ländern wurden in Fragen des Umweltschutzes und sozial verantwortungsbewussten Umgangs mit dem Klimawandel geschult.
Weltweit führender FSC-akkreditierter Zertifizierer
41,3 Millionen Hektar Wald in 50 Ländern hat die Rainforest Alliance bereits nach dem Stan-dard des FSC (Forest Stewardship Council) zertifiziert, 2,1 Millionen Hektar Wald kamen in 2014 neu hinzu. Das ist ein Gesamtanteil an FSC-zertifizierter Waldfläche von 21 Prozent. Die Rainforest Alliance ist damit weiterhin der weltweit führende FSC-akkreditierte Zertifizierer.
Mehr als 100 indigene Gruppen und Waldbesitzergemeinden in zehn Ländern hat die Rainforest Alliance in nachhaltiger und besserer Bewirtschaftung ihrer Wälder unterstützt. So können diese Gemeinden Forst-Ökosysteme intakt halten, neue Märkte erschließen, ein größeres Einkommen erwirtschaften, Landrechte wahren und neue Arbeitsplätze schaffen. Im Jahr 2014 konnten sie 14 Millionen US-Dollar mit dem Verkauf von Forstprodukten erwirtschaften.
Über die Rainforest Alliance:
Die Rainforest Alliance mit Sitz in New York, USA, und San José, Costa Rica, wurde 1987 als unabhängige Nichtregierungsorganisation (NGO) gegründet. Ihr zweites Herz schlägt seit über 20 Jahren in Costa Rica - einem Land mit größter Artenvielfalt. Mit rund 35.000 Mitgliedern und einem jährlichen Budget von rund 40 Millionen Euro mehrheitlich aus Spenden, öffentlichen Fonds und Sponsorenmitteln zählt sie zu den weltweit führenden Umweltschutz-Initiativen. Die Rainforest Alliance ist heute mit vielfältigen Projekten in rund 80 Ländern der Erde aktiv und unterhält Niederlassungen und Büros in den USA, in Mexiko, Guatemala, Nicaragua, Costa Rica, Ecuador, Peru, Bolivien, England und Indonesien. Sie engagiert sich für den Schutz der sensiblen Ökosysteme, den Erhalt der Biodiversität und für die nachhaltige Sicherung der gemeinsamen Lebensräume von Mensch, Tier und Pflanze. Damit all dies Realität wird und bleibt, setzt sich die Rainforest Alliance ein für eine umweltverträgliche Landnutzung, sozial verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln und werteorientiertes Verbraucherverhalten.
Weitere Informationen: www.rainforest-alliance.org/de und www.thefrogblog.de
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