Schweinefleisch mit
Nebenwirkungen
In der Schweinezucht werden immer häufiger Hormonpräparate
eingesetzt. Sie dienen zur Gleichschaltung der Sexualzyklen von Muttersauen,
sollen den Betreuungsaufwand verringern und die Ferkelanzahl erhöhen. Die Sauen
werden dadurch zu Gebärmaschinen, die oft mehr Nachwuchs werfen als sie ernähren
können. Dies führt auch zu einer höheren Anzahl toter Ferkel.
Mit der Gülle gelangen hormonell wirksame Substanzen aus den
eingesetzten Medikamenten in Böden und Gewässer und damit auch in
Trinkwasserressourcen. Da Hormone nur teilweise aus dem Wasser entfernt werden
können, landen sie somit auch in Lebensmitteln für die Menschen. Das hat
unkalkulierbare Folgen für die Gesundheit. So wird davon ausgegangen, dass
hormonell wirksame Substanzen das Risiko für Brust- oder Prostatakrebs erhöhen.
Unter der östrogenen Wirkung der Hormonpräparate leidet außerdem die
Spermienqualität bei Männern.
Alternativen wählen,
Fleischkonsum reduzieren
Der BUND empfiehlt deswegen auf Fleisch aus der industriellen
Schweinezucht mit Hormonen zu verzichten. Weil der Einsatz von Hormonen bei
Ökobauern und der Fleischerzeugerkette "Neuland" verboten ist, sind deren
Produkte eine geeignete Alternative. Wer Weiteres zum Natur- und Umweltschutz
beitragen möchte, sollte seinen Fleischkonsum außerdem reduzieren. Denn
mittlerweile werden nahezu drei Viertel der weltweiten Agrarflächen allein für
die Tierfütterung benötigt.
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