.ausgestrahlt - gemeinsam gegen Atomenergie
Pressemitteilung
Hamburg,
15. Januar 2014
Biblis-Urteil: Schadenersatz-Forderungen sind ein
Skandal
Atomkraftgegner fordern von der Bundesregierung Verlängerung
der Brennelementesteuer als Konsequenz aus dem Biblis-Urteil
Zum
Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zum Biblis-Moratorium erklärt
Jochen
Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:
„Klar haben
weder Bundesregierung noch hessische Landesregierung 2011
juristisch völlig
sauber gearbeitet. Trotzdem bleibt es ein Skandal,
dass die AKW-Betreiber,
die jahrzehntelang davon profitiert haben, dass
das Atomrecht in ihrem Sinne
zurechtgebogen wurde, jetzt auch noch
Schadenersatz für das Ende der
Atomkraft wollen. Sie können einfach
nicht genug kriegen.
Die
Einführung der Atomenergie in Deutschland wurde mit
Milliardensummen
subventioniert. Die notdürftige Sanierung der
Atommüll-Altlasten
Morsleben und Asse kostet die Steuerzahler
Milliardensummen. Bei einem
Super-GAU in Deutschland sind die AKW nur minimal
haftpflichtversichert.
Die Schäden müsste also zum großen Teil der Staat
übernehmen – wie
derzeit beim Fukushima-Betreiber Tepco in Japan zu sehen. Ob
die
Rückstellungen der AKW-Betreiber für den Abriss der Reaktoren
wirklich
ausreichen oder am Ende doch auch hier der Steuerzahler
einspringen
muss, ist völlig unklar. Insgesamt ist bisher ein
dreistelliger
Milliardenbetrag an Steuergeldern in die Atomkraft
geflossen.
Angesichts all dieser Tatsachen jetzt auch noch für die
Stilllegung der
AKW Geld zu verlangen, ist einfach nur frech und völlig
unangemessen.
Wir fordern die Bundesregierung auf, die
Brennelementesteuer auch über
das Jahr 2016 hinaus zu erheben. Eine
Steuerbefreiung für die letzten
‚goldenen‘ Jahre der noch laufenden
schrottreifen AKW ist nicht zu
rechtfertigen, wenn RWE, Eon und Vattenfall
gleichzeitig vor Gericht
versuchen, weitere Milliarden Euro Steuergelder
einzufordern.“

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